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New product in the machine shop

Die Fertigungsindustrie steht an einem Scheideweg, an dem es um die Zukunft des Unternehmens geht. Die Digitalisierung steht sicherlich auf der Agenda aller. Wie sollte man sie anpacken? Wann und wie sollte man auf den Zug aufspringen? Falsche Entscheidungen können die Rentabilität des Unternehmens langfristig ruinieren. Andererseits führt das Nicht-Treffen von Entscheidungen mit einer gewissen Verzögerung zum selben Problem. Für „Hardcore-Fertigungsunternehmen“ sind Informationen als Produkt etwas Fremdes. Man kann sie nicht bearbeiten oder schweißen. Dennoch sind Informationen im Produktionsprozess so zentral und alltäglich, dass ihr Wert für das zukünftige Geschäft schwer zu erkennen ist. Informationen im Produktionsprozess müssen jedoch auf neue Weise verarbeitet werden, damit sie zu einem profitablen Geschäft werden.

Informationen müssen gewinnbringend Wert schaffen. Business Tampere hat eine Studie in Auftrag gegeben, in der MexLink die Sichtweise kleiner und mittlerer Unternehmen auf die Geschäftsprioritäten im Würgegriff von Corona ermittelt hat. Die Prioritäten, die von der Unternehmensleitung genannt wurden:

Die drei wichtigsten Schwerpunkte waren die Produktivität der Produktion, neue Geschäftsmodelle und Kompetenzen – genau die Bereiche, in denen die Digitalisierung bei richtiger Anwendung Chancen eröffnet. Als Konzept hat die Digitalisierung eine Erosion erfahren, da mangelndes Verständnis von Geschäft und Technologie sie zu einem Modewort gemacht hat.

Die bekannte Verbindung zwischen Digitalisierung und Produktivität ist die Transparenz des Geschäfts, d.h. die Antizipation, durch die Materialflüsse optimiert werden. Ein weiterer tiefergehender Effekt kommt von den Produkteigenschaften selbst, indem sie den Herstellungsprozess beeinflussen. Technische Werkzeuge sind vorhanden, müssen aber durch den Aufbau vieler zentraler Kooperationsbrücken synchronisiert werden. Allerdings kann die passende Definition der IT-Technologie zu einem Hindernis werden, wenn man die Schnittstellenkooperation von SW-basierten Unternehmen nicht beherrscht.

Wenn Geschäftsmodelle nicht erneuert werden können, führen die Transformationstrends leicht dazu, dass passiv wartende Unternehmen in der Wertschöpfungskette auf niedrigere Margenniveaus gedrängt werden. Die Nutzung der Digitalisierung erfordert Zusammenarbeit zwischen Unternehmen. Lieferanten müssen den Kern der Kundenbedürfnisse finden, und die aktuellen transaktionsbasierten Kontakte reichen nicht aus. Einkäufer müssen wiederum hinter den Vertragsdokumenten hervorkommen, um die Dynamik der Lieferkette und die Grundlagen der Produktivität zu verstehen, die typischerweise durch eigene Anforderungen beeinflusst werden.

Was weltweit in diesem Bereich passiert und wie man den Wandel anpackt, werde ich im nächsten Artikel ausführlicher beschreiben, und es lohnt sich auch, unser Angebot zu beachten.

18.7.2020 Pasi Julkunen

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